Hokkaido-Saté mit Kräuterreis

Ich gestehe, ich erfreue mich dieses Jahr besonders am Kürbis. Ähnlich wie aus einer Kartoffel kann man aus Kürbissen wie zum Beispiel dem Butternut oder Hokkaido-Kürbis einfach so viele tolle Dinge machen. Heute möchte ich euch eine weitere Vorstellen. Wer bei Kürbis direkt an Suppe denkt, der irrt. Denn die Früchte aus der Familie der Kürbisgewächse eignen sich zu so vielem mehr als nur Suppe (wenn auch eine Suppe oder ein Eintopf daraus super lecker sind)! Nun also mal eine Fleischersatzfreie, schöne Idee aus dem Indonesischen: Hokkaido-Saté mit Kräuterreis

Über Saté-Spieße

Bei Saté handelt es sich um ein im Südostasien verbreitetes Grillgericht, welches ursprünglich mit Hähnchenfleisch zubereitet wird. Dabei gibt es viele verschiedene Varianten von Saté-Spießen. Allen gemein ist die Verwendung einer Marinade und der Zubereitung an Bambusspießen. Je nach Land oder Region wird der Spieß unterschiedlich gewürzt. Saté sind sehr beliebt in MalaysiaSingapurVietnam oder Thailand. Sie haben aber inzwischen auch die Westliche Welt für sich gewonnen. Daher trifft man dieses Gericht häufig beim asiatischen Grillbuffet oder á la carte an, hast du also bestimmt schon mal irgendwo gesehen. ;o)

Gelegentlich werden Saté-Spieße allerdings auch mit Fisch oder marinierten Shrimps gesteckt. Daher nehme ich mir die Freiheit meine Saté-Spieße dieses mal mit Hokkaido-Kürbis zu machen. Klassischerweise gibt es nahezu immer eine Erdnuss-Sauce zum Grillgut. Mit dieser Tradition werde ich daher nicht brechen.

Erdnuss-Sauce ein muss für Hokkaido-Saté

Beim asiatischen Grillbuffet, Asia-Imbiss & Co. habe ich die Erdnusssauce immer vermieden. Nicht weil sie nicht lecker wäre. Vielmehr weil die meisten dieser Saucen mir wesentlich zu schwer waren. Üblicherweise wird eine Erdnusssauce mit Kokosmilch, verschiedenen Gewürzen sowie Erdnüssen oder Erdnussbutter zubereitet. Für meinen Hokkaido-Saté mit Kräuterreis werde ich eine wesentlich leichtere Erdnusssauce zaubern, die dir hoffentlich (so wie mir) kein Fress-Koma beschert. Im Rezept werde ich von 2 bis 3 kräftig gehäuften Esslöffeln Erdnussbutter ausgehen. Mir hat die Variante mit 2 EL ausgereicht. Doch da ich mir vorstellen könnte, dass es der eine oder andere etwas “nussiger” mag, behalte von der Menge her den dritten Esslöffel im Hinterkopf und schmeck es nach deinen Bedürfnissen ab.

Grundsätzlich marinieren wir den Hokkaido zwar mit einer leichten Sojasaucen-Mischung, dennoch ist es sehr empfehlenswert die Erdnusssauce dazu zu machen. Wenn du keine Erdnüsse vertragen solltest, empfehle ich dir auf Cashewmus auszuweichen (sofern du diese verträgst). Sind Nüsse allgemein Tabu kann mit Gemüsebrühe, Sojasauce und Ketjap-Manis sowie etwas Knoblauch und Stärke eine befriedigend-würzige, dunkle Sauce dazu gereicht werden.

Zur Zubereitung der Hokkaido-Saté

  • Muss der Hokkaido vor gegart werden?

Der Hokkaido ist einer der einfachsten Speisekürbisse in seiner Handhabung. Er muss nicht vor gegart werden und kann direkt im rohen Zustand geschnitten, gespießt und zum Garen vorbereitet werden. Prinzipiell kann man Hokkaido auch roh verzehren und in Salaten verwenden. Das ist für dieses Gericht aber nicht vorgesehen.

  • Muss der Kürbis zuvor geschält werden?

Hokkaidokürbisse haben im Vergleich zu anderen Kürbissen den Vorteil einer sehr dünnen Schale. Sie müssen daher nicht geschält werden. Die Schale kann problemlos mit verzehrt werden. Wenn du den Kürbis dennoch schälen möchtest, empfehle ich dir allerdings, den abgewaschenen Kürbis im Ganzen für ca. 20 Minuten im Ofen bei 200°C zu backen. Anschließend abkühlen lassen. Nun ist die Schale so weich, dass du sie leichter abziehen kannst. Dies verkürzt natürlich die Backzeit der zubereiteten Spieße deutlich.

  • Kann ich die Hokkaido-Spieße bereits von beginn an mit Marinade einpinseln?

Möchtest du die Hokkaido-Saté bereits zuvor länger marinieren oder bereits vor dem Backen einpinseln, solltest du auf den Einsatz der süßen Sojasauce verzichten oder diese gegen Ende der Backzeit auftragen. Da sie zuckerhaltig und somit recht sirupartig ist verbrennt die Marinade zu schnell. Dies wird durch eine spätere Zugabe vermieden. Du kannst eine helle Sojasauce verwenden, welche kaum Zucker enthält, und sie mit Gewürzen nach Belieben versetzten. Besonders geeignet sind Ingwer, Chili und Knoblauch.

Kräuterreis dazu! Grün nach Wunsch

Für meine Beilage habe ich auf einen Naturreis bzw. Vollkornreis gesetzt. Die Zubereitung für losen Reis ist denkbar einfach und richtet sich nach dem Volumen. 1 Teil Reis auf 2 Teile Wasser. für gewöhnlichen Basmati– oder Jasminreis. Möchtest du den Reis etwas weicher (die Kochzeit von Naturreis ist auch ein wenig höher), kannst du auch 2,5 Teile Wasser verwenden. So habe ich zumindest meinen Vollkornreis zubereitet.

Nach Wunsch kannst du eine Prise Salz oder einen Schluck Sojasauce in das Kochwasser geben. Gekocht wird der Reis bei geschlossenem Deckel und niedrigen Temperaturen, bis das gesamte Wasser aufgesogen ist. Und gegen Ende seiner Garzeit werden frisch gehackte Kräuter untergehoben, die nicht mehr mit gegart werden sollen. Dabei hast du die große Auswahl: Petersilie, Koriander, Schnittlauch und/oder Frühlingszwiebeln ergeben ein wunderbares Aroma im Reis. Du kannst je nach Vorliebe die eine oder andere Zutat auch weg lassen. Im Rezept habe ich die Kräuterauswahl daher gekennzeichnet mit “optional“. Viel Spaß beim nachkochen! :o)

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Hokkaido-Saté mit Kräuterreis

Köstliche Kürbisspieße in asiatischer Marinade mit würziger Erdnussauce und frischem Reis.
Vorbereitungszeit 15 Min.
Zubereitungszeit 45 Min.
Gericht Hauptgericht, Hauptspeise
Land & Region Asiatisch, Asien, Crossover
Portionen 2 Personen

Equipment

  • Holzspieße
  • Grill, Kontaktgrill oder Grillpfanne (oder Backblech)
  • Kochlöffel / Besteck
  • Topf
  • Messbecher

Zutaten
  

Für die Hokkaido-Saté

  • 1 Stück Hokkaido-Kürbis (ca. 800 – 1.000 g mit Kerngehäuse)
  • 3 EL Sojasauce¹, süß
  • 3 EL Sojasauce, hell¹ (z. B: Kikkoman)
  • 1 EL Sesam, hell¹
  • 1 EL Sesam, dunkel¹

Für den Kräuterreis

  • 120 g Naturreis¹
  • 4 Zweige Petersilie, frisch (optional)
  • 3 Zweige Koriander, frisch (optional)
  • ½ Stück Lauchzwiebel (optional)

Für die Erdnuss-Sauce

  • 250 g Gemüsebrühe, kochend (mild, nicht zu salzig)
  • 125 g Pflanzensahne (z. B. Alpro Soja Cuisine¹)
  • 2-3 EL Erdnussbutter, cremig oder Erdnussbutter, stückig (kräftig gehäuft, je nach dem wie nussig du es magst)
  • 2 EL Sojasauce, hell¹ (z. B: Kikkoman)
  • 1 Zehe Knoblauch, frisch (Alternativ: Knoblauch¹, granuliert)
  • 1 Msp. Ingwer, geschält und gerieben (Alternativ: Ingwer¹, gemahlen)

Anleitungen
 

Vorbereitungen treffen

  • Die Zutaten bereitstellen, den Ofen vorheizen und den Kürbis waschen und trocknen. Nun den Kürbis vierteln und die Viertel mit einem Esslöffel auskratzen, sodass sie vom Kerngehäuse befreit sind.
  • Die ausgehüllten Kürbisstücke in Spalten schneiden und grob würfeln.

Die Spieße stecken

  • Die Kürbissstücke vorsichtig auf Holz- oder Metallspieße aufstecken, bis alle Kürbisstücke aufgebraucht sind. Nun im vorgeheizten Ofen bei 200 °C Umluft ca. 15 Minuten vorbacken.
    Nun parallel den Naturreis aufsetzen. Dazu den Reis in ein Glas geben, Füllstand merken und in den Kochtopf umfüllen. Das Glas bis zur selben Füllhöhe zwei mal mit Wasser befüllen und zum Reis geben. Deckel auflegen, aufkochen und bei geringen Temperaturen 35 – 40 Minuten köcheln lassen.
  • In einer kleinen Schüssel für die Marinade helle und süße Sojasauce vermengen. Anschließend die Spieße mit der Marinade bestreichen und weitere 20 Minuten backen. Zwischenzeitig einmal wenden.
  • Möglichst wenig kleckern, da die Marinade auf dem Backpapier anbrennen kann.
  • In der Zwischenzeit in einer Pfanne oder einem Topf Gemüsebrühe aufkochen. Die Erdnussbutter darin auflösen und kräftig verrühren. Knoblauch schälen, fein hacken oder Pressen, Ingwer schälen und mit einer Reibe fein reiben. Beides hinzugeben.
  • Anschließend mit Pflanzensahne abbinden und einreduzieren lassen. Schlussendlich mit ein wenig Sojasauce abschmecken. Ist sie nicht nussig genug, etwas Erdnussbutter nachgeben. Ggf. mit Wasser verdünnen. (Die Sauce wird von sich aus recht sämig, eindicken ist nicht erforderlich!)
  • Für den Reis Petersilie, Koriander und Lauchzwiebel waschen, trocken und sehr fein Hacken. Kurz vor dem Servieren zum Reis hinzugeben und untermengen. Nun kleine Portionen entnehmen und auf den Teller geben (ggf. unter Zuhilfenahme einer Schale oder eines Dessertrings).
  • Nun die Hokkaido-Saté aus dem Ofen entnehmen, mit etwas hellem und dunklen Sesam bestreuen und ebenfalls auf die Teller drapieren. Ein wenig Erdnusssauce darüber geben und sofort servieren. Guten Appetit! (Tipp: Etwas zusätzliche Erdnusssauce dazu reichen, da sicher Bedarf bestehen wird!)
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