American Apple Pie

Veganer American Apple Pie

[*Beitrag enthält Werbung für die Hainmühle Morsbach.] Moin! Heute präsentiere ich euch einen Klassiker, der eigentlich zu jeder Jahreszeit super schmeckt. Die Zutaten dafür sind das ganze Jahr verfügbar. Außerdem können sie sehr gut aus regionalen Quellen bezogen werden, wenn man darauf zwecks Umweltschutz Wert legt. Das der Titel dabei ein “Amerikanisch” trägt sollte nicht davon ablenken, dass sich dieser Kuchen aus niedersächsischem Raps, fränkischen Äpfeln und morsbacher Mehlen backen lässt. Wir schauen uns heute den American Apple Pie ein wenig genauer an. Lecker!

Veganer American Apple Pie

Über American Apple Pie

Über Apfelkuchen habe ich schon einige Rezepte veröffentlicht. Doch das war sicher erst der Anfang. Neben Russischem Apfelkuchen und Luftigen Apfelkuchen folgt nun der American Apple Pie. Und da ist noch Luft für mehr. Denn kaum ein Obstkuchen ist so vielfältig wie der Apfelkuchen als solches. Vom amerikanischen Apfelkuchen hast du sicherlich schon mindestens einmal gehört. Er taucht in vielen amerikanischen Filmen und Serien auf, ist käuflich bei dem einen oder anderen Fastfoodrestaurant oder American Diner erhältlich und optisch spätestens an dem typischen Gittermuster zu erkennen, welches in deckelt.

Dabei unterscheidet er sich unwesentlich von einem gedeckten Apfelkuchen. In beiden Fällen kommen vorzugsweise säuerliche Äpfel und Mürbeteig zum Einsatz. Diese Kombination macht auch den Reiz dieses Kuchens aus. Knuspriger Boden, saftige Füllung und noch einmal ein krosses Kuchengitter obenauf. Mir gefällt daran besonders, die saftige Apfelfüllung. Aus diesem Grund verwende ich eine Apfelmasse basierend auf naturtrübem Apfelsaft. Dies hat drei entscheidende Vorteile: Du brauchst nicht 5 Kilo Äpfel da zu haben um spontan einen Apfelkuchen zu backen, die Masse ist cremiger und saftiger als würde sie nur auf Apfelstückchen basieren. Und: Du kannst Apfelsaft auf Vorrat halten um für spontane Gelüste, Gäste und so weiter drauflos zu backen.

Veganer American Apple Pie

Entscheidende Frage: das Mehl

Die Zutaten für mein heutiges Kuchenrezept wurden mir mit freundlicher Unterstützung von der Hainmühle Morsbach* kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Hainmühle ist ein in Titting/Morsbach ansässiges, frauengeführtes Unternehmen welches mit einem breiten Sortiment ausgewählter Bio-Mehle aus eigener Verarbeitung aufwarten kann. Darüber hinaus gibt es dort jede Menge weiterer Bio-Zutaten die perfekt für Backwütige wie mich sind. Ich durfte die Produkte testen und bin sehr angetan. Wo wir also Eingehens bereits das Thema regionale Produkte hatten: Hier kann in den Niederlassungen der Hainmühle oder im Onlineshop bio1.de guten Gewissens zugeschlagen werden.

Für meinen American Apple Pie konnte ich daher mit Bio-Weizenmehl (Typ 550) und Bio-Dinkelmehl in exzellenter Qualität arbeiten. Da mit 500 g Mehl eben dieses einen nicht unwesentlichen Bestandteil des Kuchens ausmacht, empfehle ich hier auf qualitativ hochwertige Zutaten zu achten. Neben Bio-Mehl verwende ich daher (wie zuvor auch immer schon bevorzugt) auch nur Zucker mit echter Vanille (z. B. auch im Shop erhältlich), Bio-Äpfel und veganen Bio-Apfelsaft mit Öko-Siegel. Dein Gaumen und die Umwelt werden es dir sicher danken 😉

Veganer American Apple Pie

American Apple Pie mit wenig Fett & vollem Genuss

Natürlich bin ich auch meinem Credo treu geblieben, dass meine Rezepte einen gesünderen Anklang haben sollen. Sprich: Vergleichbare Rezepte für Apfelkuchen enthalten, soweit ich gesehen habe, häufig deutlich mehr Fett und mehr Zucker. In der Regel wird auf 1 kg Mehl 1 Pfund Fett verwendet. Da ich hierzu auf Raps- oder Sonnenblumenöl ausweiche, kann ich die Menge Fett reduzieren. Warum der Teig nicht super trocken wird? Das Geheimnis ist die Verwendung von Apfelmus im Mürbeteig. Er macht den Teig sehr geschmeidig und verhindert das Austrocknen. Apfelmus? Klingt gut, oder? Aber Öl, sicher hast du vorbehalte. Bleiben wir noch mal beim Fett:

Vegane Butter enthält zumeist das schlechtere Fett: In der Regel werden für Margarine mit Buttergeschmack oder Konsistenz einer Butter gehärtete Fette genutzt. Oder aber Fett, welches bei Zimmertemperatur erstarrt. Darunter gibt es, soweit ich weiß, nur zwei ungehärtete Pflanzenfette: Palmöl und Kokosfett. Andere Pflanzenfette müssen künstlich gehärtet werden, um nicht flüssig zu sein. Durch das Härten entstehen Transfette und viele gesättigte Fettsäuren, die schlecht für uns , insbesondere unser Herzkreislaufsystem sind. Da meine Gründe der veganen Ernährung vorwiegend gesundheitlicher Natur sind, wäre es vermessen darauf nicht zu achten. Sicher ist die Verwendung von Raps- oder Sonnenblumenöl im Vergleich zur originären Fettquelle (dem Raps oder ganzen Sonnenblumenkernen) durchaus schlechter. Doch ist dies hier aus meiner Sicht die bessere Alternative, wenn man nun doch mal einen Apfelkuchen auf Basis von Mürbeteig zubereiten möchte. Oder kannst du dir einen American Apple Pie vorstellen, ohne Fett im teig, aber mit einer Avocado drin? Versuch macht klug… Dies vielleicht aber ein anderes mal.

Gabel, Löffel oder Strohhalm?

Ich muss mich für meine Ungeduld entschuldigen. Auf den Bildern schaut es so aus, als flösse der Kuchen einfach davon. Das Liegt nicht etwa daran, dass das Rezept nicht stimmt. Vielmehr ist es meine Ungeduld gewesen den warmen Kuchen mit einer Kugel Vanilleeis sofort genießen zu können. Und das bringt mich zum Thema Konsistenz: Warm ist das Innere des Kuchens noch dicklich, cremig und teils flüssig, dessen solltest du dir bewusst sein wenn du ihn anschneiden möchtest obwohl der American Apple Pie noch nicht ausgekühlt ist.

Wird er kalt, ist er auch Schnittfest. Ich empfehle ihn sogar direkt aus dem Kühlschrank. So ist das Stückchen Apfelkuchen im Sommer herrlich erfrischend und kühlend. Doch warum ist das so? Sollte es nicht lieber gleich fest sein? Das Rezept habe ich so konzipiert, dass der Apfelkuchen maximale Saftigkeit besitzt obwohl die Fettmenge so gering wie möglich gehalten ist. Ich habe also eine Weile austariert, wie viel Stärke in die Apfelmasse gehört um sie zu festigen und nicht zu trocken zu machen. Das Ergebnis ist, dass der Kuchen warm noch etwas flüssig ist. Doch kalt perfekt. Wenn dir das allerdings widerstrebt, empfehle ich dir die Apfelstückchen vor dem Mischen mit Mus und Apfelsaft mit drei EL Mehl zu vermengen. So gehst du auf Nummer sicher bzw. kannst den Kuchen auch warm gefahrlos schneiden. Ich ergänze die Option im Rezept. Probier’s mal aus 🙂

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Veganer American Apple Pie

American Apple Pie

Ein gedeckter amerikanischer Apfelkuchen mit Mürbeteig und fruchtiger Füllung.
Vorbereitungszeit 20 Min.
Zubereitungszeit 5 Min.
Backzeit 50 Min.
Gericht Apfelkuchen, Kuchen, Obstboden, Obstkuchen
Land & Region Amerika, Amerikanisch
Portionen 12 Stücke

Equipment

  • Waage / Messbecher
  • Schneidbrett / Küchenmesser
  • Quiche- oder Kuchenform (ca. Ø 28 cm)
  • Nudelholz

Zutaten
  

Für den Mürbeteig

  • 500 g Bio-Weizenmehl (Typ 550)*oder Bio-Dinkelmehl* [Werbung]
  • 100 g Apfelmus oder Apfelmark
  • 160 ml Wasser, kalt
  • 150 g Raps- oder Sonnenblumenöl
  • 75 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker mit echter Bourbon-Vanille¹
  • 1 TL Zimt, gemahlen¹
  • 1 TL Weinsteinbackpulver¹
  • ½ TL Salz

Für die Füllung (kalter Kuchen)

  • 500 g Äpfel, ausgewogen oder sauer (z. B. ca. 2 Stück Elstar oder Boskoop)
  • 500 ml Apfelsaft, naturtrüb
  • 300 g Apfelmus oder Apfelmark
  • 60 g Zucker
  • 60 g Speisestärke
  • 20 g Vanillezucker mit echter Bourbon-Vanille¹
  • 1 Stück Bio-Zitrone, davon Saft
  • 1 Stück Bio-Zitrone, davon Schale (optional)
  • ½ TL Zimt, gemahlen¹

Für die Füllung (warmer Kuchen)

Für den Glanz

  • 4 EL Pflanzenmilch (z. B. Mandelmilch¹ oder Hafermilch¹)
  • 2 EL Raps- oder Sonnenblumenöl

Anleitungen
 

Trockene Zutaten mischen

  • Das Mehl abwiegen und möglichst fein sieben.
    Zubereitung von veganem American Apple Pie
  • Zucker, Vanillezucker und Zimt hinzufügen. Eine Prise Salz hinzugeben und alles miteinander vermengen. (Dies habe ich auf den Bildern versäumt, die Masse wird dadurch gleichmäßiger!)
    Zubereitung von veganem American Apple Pie
  • Wasser und Öl abmessen und zur Mehlmischung hinzugeben. Zu einem gleichmäßigen, geschmeidigen Teig verkneten.
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  • Die Masse halbieren. Beide Hälften auf der bemehlten Arbeitsfläche kreisrund ausrollen. Dabei darauf achten, dass der Durchmesser einige Zentimeter größer ist als die verwendete Backform.
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  • Eine ausgerollte Hälfte verwenden um die Quiche- oder Backform damit auszukleiden. Dabei darauf achten, dass am Rand auf allen Seiten ein wenig Teig übersteht.
    Zubereitung von veganem American Apple Pie
  • Die übrige Hälfte in Streifen schneiden. Nun erstmal der Apfelmasse zuwenden.
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Apfelmasse zubereiten

  • Den kalten Apfelsaft in einen kleinen Topf geben. Speisestärke und Zucker abwiegen und hinzufügen. Vanillezucker und Zimt ebenfalls hinzugeben.
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  • Den Saft unter häufigem Rühren mit einem Schneebesen aufkochen. Anschließend ca. 1 Minute köcheln lassen, bis die Masse aussieht wie cremiges Karamell. Dann vom Herd ziehen. Mit Zitrone nach Geschmack würzen.
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  • Die Äpfel schälen, vierteln und entkernen. In feine Würfel schneiden (ca. 1cm). Für den warmen Genuss die Äpfel in 3 EL Mehl wälzen. Für den kalten Genuss direkt weiterverwenden.
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  • Die (ggf. bemehlten) Äpfel mit Apfelmus und der Apfelsaftmasse mischen. Es ergibt sich eine geschmeidige Apfel-Füllmasse.
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  • Die Apfel-Füllmasse in die ausgekleidete Kuchen- oder Quicheform geben und gleichmäßig verstreichen.
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Abdecken

  • Mit den Mürbeteig-Streifen nun ein Gitter bilden. Dabei abwechselnd die Längs- und Querstreifen miteinander verweben, sodass die typische Form entsteht.
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  • Ich habe hierzu jeden zweiten Streifen direkt über die Masse gegeben und dann die übrigen quer damit verwoben. Dazu klappt man einfach jeden zweiten Streifen im Wechsel um.
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  • Nun zu lange Ränder mit der Schere abschneiden. Es sollte ein ca. 1 cm breiter, überstehender Rand verbleiben. Den Rand nun mit Zeigefinger und Daumen greifen und um ca. 120 ° eindrehen. Dabei leicht nach Innen eindrücken um so einen formschönen, "getwisteten" Rand zu bekommen.
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Backen

  • Den Apple Pie nun in den vorgeheizten Ofen geben. Bei 175 °C Umluft ca. 40 Minuten knusprig backen.
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  • 5 Minuten vor dem Ende der Backzeit mit der verquirlten Glanzmischung bestreichen und fertigbacken. Dazu Pflanzenmilch und Öl miteinander vermengen, bis diese eine nahezu homogene Masse bilden und mit einem Pinsel auftragen.
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  • Nach dem Backen gänzlich auskühlen lassen. Oder warm genießen und mit Vanilleeis servieren. Bitte beachte hierzu den Absatz "Gabel, Löffel oder Strohhalm?". Guten Appetit.
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