Laugenbaguette mit Pfefferkruste

Sag mal, kennst du eigentlich auch dieses Bedürfnis bei frisch gebackenem, krossen Brot oder Baguette nicht aufhören zu wollen zu essen? Es reicht das Baguette, vielleicht noch ein wenig (vegane) Butter oder Margarine und eine Prise Salz. Gelegentlich ist das der Stoff aus dem die Träume sind. Und mit dem heutigen Rezept zeige ich dir ein Baguette, dem du bestimmt nicht widerstehen kannst. Die Rede ist von einem Laugenbaguette mit Pfefferkruste. Unglaublich lecker, unglaublich würzig und einfach zum reinlegen – wie ich gerne sage. 😉

Über Laugenbaguette mit Pfefferkruste

Gut, ich muss gestehen das ich nicht ganz von selbst darauf gekommen bin. Manchmal trifft man auf gute lokale Bäcker die einfach etwas haben, dass andere nicht haben: Ein besonderes Produkt. Und auf dieses Produkt bin ich bei einem Abstecher in die Tiefen der Pfalz gestoßen. Luftig locker, kräftig-würzig mit wunderbarer Kruste beschreibt es eigentlich ganz gut. Es war eine große Baguette-Stange mit ungewöhnlichem Äußeren. Dunkel, fast wie eine Laugenbrezel schmeckend. Salzig und mit ordentlich pfeffriger Note. Eine ganz besondere Kruste eben. Daraus entstand die Idee ein zumindest ähnliches Gebäck zu machen. das Laugenbaguette mit Pfefferkruste.

Was benötigt man für so ein Unterfangen? Naja: Mehl, Wasser, Hefe. Das dürfte klar sein. Außerdem Salz, Pfeffer und Lauge in jedem Fall. Denn diese Zutaten bringen den expliziten Geschmack. Darüber hinaus ist die wichtigste Zutat zugleich die einfachste: Zeit.

Wie man ein Laugenbaguette zubereitet

Ich habe gemerkt, dass Laugenbaguettes dann doch etwas anders in der Herstellung sind als Brezeln. Während man Brezeln zuhause ohne Weiteres kurz für mehrere Sekunden in siedende Lauge halten kann, wird das bei der Teigmasse eine Baguettes recht schwer. Also nicht das hinein halten. Eher das Entnehmen. Topfgröße, Laugenmenge, und der Eintauch-Mechanismus sind nicht mit einer Schaumkelle und einem Bratentopf getan. Daher entschied ich mich andersherum vorzugehen: Die Lauge auf das formfertige Baguette aufzutragen. Auf diese Weise ist die Form des Teiges nicht in Gefahr und ich benötige sogar deutlich weniger Ressourcen für die Herstellung. Das Ergebnis ist natürlich auch ein anderes im direkten Vergleich zu Laugenbrötchen oder den Laugenbaguettes die man aus dem Handel kennt und eigentlich mehr Laugenbrötchen als Baguettes sind.

Zum Laugenbaguette – kalt mit Zeit oder warm und “schnell”?

Im Gegensatz zum knusprigen Topfbrot erreichst du das beste Ergebnis bei der Hefeverwendung ähnlich zum Rezept der rustikalen Dinkel-Baguettes mit dem Kaltgären über einen längeren Zeitraum. Daher ist nach der Herstellung eines Vorteigs sehr viel Zeit gefragt. Am besten lässt du den Teig an einem kühlen Ort über Nacht (8 bis 12 Stunden gehen). Wichtig dabei ist, dass er sicher steht (nicht umfallen oder irgendwo ankleben kann) sowie ausreichend Platz für das Volumen vorhanden ist. Möchtest du nicht so viel Zeit ins Land gehen lassen, benötigst du für das warme Gären immer noch 2 bis 3 Stunden Zeit. Doch diese Zeit ist absolut notwendig um ein luftiges Ergebnis zu bekommen. Niemand möchte doch ein festes, steinhartes Brot verzehren müssen, oder? Am Besten daher: Abends vorbereiten und morgens frisch backen. So kommst du auch zügig in den Genuss. Zum Beispiel zum herzhaften Frühstück.

Neues Logo Mini

Laugenbaguette mit Pfefferkruste

Köstlich-würziges Laugenbrot mit Pfeffer-Salz-Kruste. Sehr aromatisch!
Vorbereitungszeit 20 Min.
Zubereitungszeit 2 Stdn. 30 Min.
Backzeit 30 Min.
Gericht Backwaren, Baguette, Brot
Land & Region Deutsch, Deutschland, Europa, Europäisch
Portionen 2 Laibe

Equipment

  • Rührschüssel/Knetschüssel
  • Waage
  • Messbecher
  • Backblech

Zutaten
  

Vorteig

Für das Brot

Für die Lauge

  • 50 ml Wasser, heiß
  • 1 EL Natron¹   (leicht gehäuft)
  • 2 TL Salz

Für die Kruste

Anleitungen
 

Vorteig zubereiten

  • Für den Vorteig die Hefe in etwas warmen Wasser auflösen. Anschließend Zucker unterrühren bis diese ebenfalls nahezu aufgelöst ist. In eine Rührschüssel geben und Mehl hinzufügen.
  • Die Hefeflüssigkeit mit Mehl in der Schüssel klümpchenfrei verquirlen (am besten mit einem Schneebesen) und leicht schaumig schlagen.
  • Anschließend abgedeckt für ca. 30 Minuten gehen lassen. In der Zeit nimmt das Volumen deutlich zu und die Masse wird sehr luftig-schaumig.

Teig zubereiten

  • Nun das übrige Mehl hinzufügen und etwas Salzen.
  • Mit einer Küchenmaschine oder per Hand kräftig für 5 bis 10 Minuten durchkneten. Dabei nach und nach Wasser hinzufügen, bis ein geschmeidiger, feuchter Teig entstanden ist.
  • Diesen Teig nochmals rund 1 Stunde gehen lassen (optional, sonst direkt fortfahren, da noch einmal ein Gärvorgang folgt).

Formen, Ruhen und Backen

  • Den Teig vorsichtig aus der Schüssel entnehmen und auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Anschließend mit einem Teigschaber oder Messer in zwei Teile zerteilen.
  • Die Teigstücke nun in eine Baguetteform drehen und außen herum mit etwas Mehl versehen.
  • Nun auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Blech geben. Nun noch einmal 30 – 60 Minuten gehen lassen. Dabei mit einem trockenen, sauberen Tuch abdecken.
  • Anschließend kochendes Wasser mit Natron und Salz vermengen (Vorsicht, die Lauge sprudelt kurz hoch, daher hohes Gefäß nutzen!). Die Lauge über das Brot verstreichen, ohne dabei zu viel Flüssigkeit zu verschütten (ggf. kleinere Tropfen und Pfützen mit einem Küchentuch entfernen). Kräftig mit Pfeffer bestäuben.
  • Die Baguettes im vorgeheizten Ofen zuerst 15 Minuten bei 200 °C Umluft dann 15 Min. bei 175 °C Umluft backen, oder aber bis zur gewünschten Bräunung fertig backen. Anschließend auf einem Gitter mind. 1 Stunde auskühlen lassen. Guten Appetit!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Rezeptbewertungen