Knuspriges Topfbrot

Ich habe es schon immer gesagt und kann mich daher auch nur wiederholen. Es gibt unter der Sonne beinahe nichts Besseres als frisches Brot auf dem Tisch. Zumindest, wenn man sich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen kann. Umso mehr Spaß macht es, wenn es sich um selbst gebackenes Brot, knusprig und frisch aus dem Ofen handelt. Dieses wird garantiert super luftig und kross: Das Topfbrot.

Über Topfbrot

Der Name verrät schon alles, denn er ist Program. Bei meinem Topfbrot handelt es sich um ein helles Weizen- oder Dinkelbrot, dass im Topf gegärt und gebacken wurde. Dabei zeichnet sich das Brot mit einer besonders feinen, luftigen Krume und einer knusprig-würzigen Kruste aus. Um ein solches Resultat zu erziehen geben wir unserem Teig Backmalz hinzu. Wie Backmalz funktioniert, habe ich bereits bei meinem Artikel über die luftigen Dinkelkrusten erläutert. Außerdem benötigt dieses Rezept Zeit. Viel Zeit. Ich würde zwar nicht sagen, je mehr desto besser. Aber wir sind nahe dran.

Wozu Topfbrot backen?

Die Frage kann man, so glaube ich, auf zweierlei Weise verstehen. Zum Einen: Warum sollte ich ein Topfbrot zubereiten und zum Anderen wozu sollte ich es verwenden können? Erstes ist ganz klar schon im ersten Absatz beantwortet: Das Brot wird luftig und unheimlich locker mit einer feinen Porung. Dabei wird die Kruste knusprig und das Brot erhält eine feine, würzige Note. Für meine Verhältnisse sehr nahe am perfekten Brot (ohne jetzt speziell dieses Rezept besonders loben zu wollen, sondern es einfach mal festzuhalten wie ein Brot sein muss).

Die andere Frage ist auch nicht schwer zu beantworten. Natürlich kannst du das Brot zum Frühstücken oder als Abendbrot verwenden, es lässt sich aber auch wunderbar Rösten zur Suppe reichen oder Sandwiches daraus bauen. Ich persönlich habe mir vorgenommen es einmal für Gäste zu backen und als Vorspeise mit Muhammara, Harissa-Mandel-Aufstrich oder frischer Kräuterbutter zu reichen. Wenn du Ideen für Aufstriche und Dips brauchst die dazu passen, dann schau doch mal hier.

Warum Trockenhefe für das Brot?

Nun, ich bin selbst nicht ganz sicher. Ich schätze aber es liegt daran: Die Trockenhefe hat einfach besonders gut funktioniert. Das Brot schmeckt nach dem Backen wenig bis gar nicht heftig, da man durch Trockenhefe automatisch weniger Hefe verwendet. Denn die Portionierung (durch Tütchen) bietet bereits eine gute Grundlage hiermit sparsam zu sein. Frischhefe dagegen verwende ich immer automatisch mehr. Doch auch hier reicht gut und gerne ¼ Würfel (10 g) für viele Rezepte. Ein weiterer Vorteil: Trockenhefe kannst du immer im Haus haben, da sie nicht schnell schlecht wird. So ist gesichert, dass du mal spontan ein Frühstück zaubern oder deine Gäste mit knusprig-luftigem Topfbrot verwöhnen kannst.

Welchen Topf verwende ich?

Nicht jeder Topf ist für Topfbrot geeignet. Insbesondere bei Beschichtungen würde ich besonders aufpassen. Emaille ist in der Regel unkritisch. Doch wenn du dir nicht sicher bist ob dein Topf (insbesondere der Deckel, der oft abweichende Strapazierfähigkeiten aufweist) die Temperaturen aushält, informiere dich beim Hersteller über deine Serie bzw. über den Topf den du verwenden möchtest. Ich habe WMF Diadem Plus Töpfe aus Chromaganstahl. Diese sind Backfest bis 250 °C, die Topfdeckel dürfen bis 180 °C mitverwendet werden. Bedenke bitte, dass du nur ein ideales Ergebnis bekommst, wenn dein Brot durch einen Deckel feuchtwarm gehalten wird.

Ich will mehr!

Wenn dir das Topfbrot geschmeckt hat oder du etwas Anderes versuchen möchtest, schau doch mal in diese Rezepte. Unter Vorratskammer und Frühstück habe ich die Kategorie Backwaren, Brot & Co. aufgenommen. Dort findest du zum Beispiel:

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Knuspriges Topfbrot

Köstliches und einfaches Rezept für ein luftiges Weißbrot im Topf gebacken. Köstlich und knusprig!
Vorbereitungszeit 15 Min.
Zubereitungszeit 45 Min.
Ruhezeit 1 Std. 30 Min.
Gericht Backwaren, Brot, Frühstück
Land & Region Deutsch, Europa, Italienisch
Portionen 1 Brotlaib

Equipment

  • Waage
  • Rührschüssel/Knetschüssel
  • Backfester Kochtopf (Rund 6 L Volumen)

Zutaten
  

Für den Teig

  • 550 g Weizenmehl (Typ 405)
  • 300 ml Wasser, warm
  • 10 g Backmalz¹ (hell, enzymaktiv)
  • 7 g Trockenhefe¹
  • 2 TL Caro-Kaffee oder Gerstemalz (inaktiv)
  • 1,5 TL Salz
  • 1 TL Ascorbinsäure ¹,reines Vitamin C

Zum Verarbeiten

  • 1 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
  • n. B. Weizenmehl (Typ 405)
  • n. B. Wasser

Anleitungen
 

Den Teig zubereiten

  • Weizenmehl und Backmalz abwiegen und zusammen mit Trockenhefe, Salz, Ascorbinsäure und Caro-Kaffee (oder Gerstemalz) in eine Knetschüssel geben.
  • Alle Zutaten miteinander vermengen (Tipp: Mit dem Schneebessen geht es zügig und die Mischung wird leicht aufgelockert).
  • Anschließend warmes Wasser hinzugeben und den Teig zum aktivieren der Hefe, Enzyme und des Eiweiß (Gluten) knapp 10 Minuten kneten. Dabei sollte er nicht mehr kleben und die Knetschüssel nahezu sauber hinterlassen. Zum Ruhen mit einem Tuch abdecken.

Gehen und Kneten

  • Den Teig nun 30 Minuten an einem warmen Ort oder bei Zimmertemperatur gehen lassen. Anschließend nochmals kräftig durchkneten. Der Teig sollte nun eine seidige, weiche Konsistenz erhalten haben und sich sehr geschmeidig verarbeiten lassen.
  • Aus dem Topf herausnehmen und zu einem schönen Ballen formen ( sog. "rundwirken"). Rundherum mit etwas Mehl bestäuben.
  • Den Topf mit ein wenig neutralem Öl bestreichen, sodass der Teig sich später besser lösen lässt. Nun die bemehlten Teigkugel in die Mitte geben.
  • Den Teig in der Zwischenzeit mit einem scharfen Messer tief einschneiden, sodass Luft an den Teig gelangen kann.
  • Den Deckel des Topfes auflegen und für eine weitere Stunde an einem waren Ort gehen lassen.

Vorbereiten und Backen

  • Anschließend den Ofen auf 180 °C aufheizen. Den gesamten Innenraum des Topfes kräftig mit Wasser bespritzen. Deckel wieder auflegen und nun bei 175 °C Umluft 45 Minuten backen.
  • Anschließend die Temperatur auf 220 °C Umluft erhöhen. Für weitere 15 Minuten (oder bis zur gewünschten Bräunung) knusprig und kross backen.
  • Herausnehmen und mit einem Stumpfen, glatten Gegenstand (z. B. einem Pfannenheber) an den Rändern lösen. Nun den Topf wenden. Das Weizen-Topf-Brot sollte sich mit wenig Mühe entnehmen lassen.
  • Auf einem Gitter abkühlen lassen. Nach 2-3 Stunden genießen. Wenn ihr es Warm anschneidet: Vorsichtig, sonst drückt ihr das luftige Brot platt 😉 Guten Appetit.
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