Zum Inhalt springen

Würziges Paprika-Zupfbrot

Hast du nicht Lust mal etwas anderes zum Grillen zu servieren als das ewig gleiche Kräuterbaguette? Auch wenn du die Kräuterbutter, Knoblauchbutter oder BBQ-Butter selbst herstellst, wäre es doch schön mal etwas anderes auf dem Tisch zu haben. Und hier kommt folgende Idee ins Spiel: Frischer Hefeteig, deftige Paprika, würzige Kräuter und zartschmelzende Streichcreme. Die Rede ist von einem echten Leckerbissen, dem: Würziges Paprika-Zupfbrot. Deftig, peppig und extra lecker. Heftig vegan, eben. So wird’s gemacht…

Über Zupfbrote

Klären wir doch erstmal die offensichtlichste Frage von allen: Was zum Henker ist ein Zupfbrot? Nun. Das Kunstwort ist eine Zusammensetzung aus Zupfen, also etwas vorsichtig mit leichtem Ruck entnehmen, und einem Gebäck, welches jeder kennt: Dem Brot. Es bedeutet, dass ein Brot so gestaltet wird, dass jeder mühelos einen Happen davon – meist ohne Besteck oder unter Zuhilfenahme eines Werkzeugs – zu sich nehmen kann. Es gibt eine Reihe von Zupfbroten, die Bekanntheit und Beliebtheit erlangt haben. Die Pestoblume, das Monkeybread (Artikel folgt), das gefüllte Partybrot, Pizzakränze und viele mehr.

Die meisten davon eignen sich als Bestandteil des Partybuffets, Beilage zum Grillen oder (je nach Aufwand) Stargast eines geselligen Abends mit gemeinsamen Essen. Die Macharten der meisten Zupfbrote unterscheiden sich stark von einander. Sie werden gerollt, gedreht, eingeschnitten, als Bällchen in eine Form gegeben oder geschichtet. Letzteres trifft auf die heutige Idee zu: Unser würziges Paprika-Zupfbrot wird horizontal in eine längliche Kastenform geschichtet und anschließend gebacken. Der Aufwand lohnt sich, versprochen.

Über würziges Paprika-Zupfbrot

Schöne Idee, ein Zupfbrot aus Scheiben. Was aber tust du, wenn für dich der vegane Käse nicht der Hit ist? Klar: Erstmal auf Alternativen rumdenken. Vegane Käsealternativen sind besonders dann genießbar, wenn sie nicht pur daher kommen. So ist zumindest meine Erfahrung. Ich kombiniere die Alternativprodukte daher sehr gerne mit cremigen Dingen, die bei Hitze gut verlaufen. Das schafft eine wesentlich angenehmere Konsistenz. Und ganz nebenbei schmeckt das Ergebnis auch noch besser. Darunter Frischkäsealternativen, vegane Creme Fraiche und einiges mehr. So auch hier!

Das würzige Paprika-Zupfbrot wird von mir mit einer Streichcreme gefüllt. Dabei kannst du eine auf Hummus, Sonnenblumenkernen oder Kokosfett basierte Creme verwenden. Ganz gleich: Hauptsache, dir schmeckt es. Ich favorisiere die klassischen Streichcremes im Glas, die ungekühlt zu bekommen sind. Streichcreme Toskana. Paprika-Chili. Mediterrane Streichcreme. Und wie sie alle heißen. Hier ist ausprobieren angesagt. Am Besten schnappst du dir deinen Favoriten und beginnst das Rezept mit dieser Creme zuerst.

Mit Fleischersatz oder ohne?

Wenn du dir bei der Creme sicher bist, hast du bestimmt die nächste große Frage entdeckt. Im Rezept taucht ein veganes Schinkenersatzprodukt auf. Gäbe es eine überzeugende vegane Alternative für Salami, die nicht im Ofen zerfließen würde und geschmacklich überzeugte, könnte auch diese hier auftauchen. Vielleicht gibt es auch tatsächlich eine – von der ich dann allerdings noch nichts weiß. Schreib’ dies gerne mal in die Kommentare, wenn du hier einen heißen Tipp hast. Ansonsten ist der Einsatz solcher Produkte eine Geschmacks-, Typ- und Einsatzfrage:

  • Mag ich den veganen Speck? (Geschmack)
  • Möchte ich ein Ersatzprodukt im Zupfbrot haben? (Typ) Und…
  • Für wen ist das Zupfbrot gedacht? (Einsatz)

Flexitarier und Omnis sind oft eher vom Endergebnis überzeugt, wenn es an ihre Essgewohnheiten heranreicht. Da in solch Rezepten zu fancy food auf Seiten der nicht-veganen Communities häufig Unmengen Schinken, Speck, Salami, Bacon und Co. hinein gegeben werden ist anzunehmen, das mit Ersatzprodukt der Unterschied zu einem nicht-veganen Paprika-Zupfbrot eher geringer ausfällt. Ansonsten kannst du die Zutat nach Belieben außen vor lassen oder austauschen. Mehr Paprika, Peperoni, Jalapeños oder Oliven können dem Zupfbrot ebenfalls einen schönen Twist verpassen. Ganz nach Geschmack und Laune.

Würziges Paprika-Zupfbrot aus Fertigteig?

Die Frage ist differenziert zu beantworten. Grundsätzlich kannst du auch fertigen Hefe- oder Pizzateig aus dem Kühlregal für das Paprika-Zupfbrot verwenden. Allerdings ist dabei eins zu beachten: Diese Teige sind meist mit Zusatzstoffen und Zucker gefüttert. Es ist daher möglich, dass das Produkt außen (durch den Zuckeranteil) bereits dunkel wird, während der Kern noch gar nicht durchgebacken ist. Das liegt mitunter daran, dass der Teig zum ausrollen gedacht ist. Nicht unbedingt dafür damit Brot zuzubereiten.

Daher kann der Austausch des frischen, selbst bereiteten Teigs durch ein Fertigprodukt dazu führen, dass du sowohl die Temperatur als auch die Backzeit anpassen musst. Es ist aber auch denkbar, dass nicht jeder Fertigteig zu diesem Zwecke verwendet werden kann. Wenn du hierzu Erfahrungen beisteuern kannst; gerne in die Kommentare. Danke dir! Und nun guten Appetit :o)

Würziges Paprika-Zupfbrot

Zur Party, am Buffet, zum Grillen oder einfach so: Würziges Paprika-Zupfbrot. Was für ein Snack!
Vorbereitungszeit 1 Std.
Zubereitungszeit 25 Min.
Backzeit 45 Min.
Arbeitszeit 2 Stdn. 10 Min.
Gericht Fastfood, Hauptgericht, Pizza, Snacks
Land & Region Amerika, Amerikanisch, Crossover
Portionen 8 Portionen

Zutaten
  

Für Teig und Sauce

Für den Belag

  • 150 g Käsestreu¹, vegan
  • 1 Stück Paprika
  • 1 Stück Zwiebel, rot
  • ½ Pkt. Vegane Speck-Alternative (z.B. ViveraSpeck¹) (ca. 62,5 g, optional)

Für die Würze

Anleitungen

  • 150 g Weizenmehl¹ (Typ 405) oder Dinkelmehl¹ (Typ 630), 260 ml Wasser, warm, 1 Würfel Hefe, frisch, 1 EL Zucker
    Die Hefe im warmen Wasser vollständig auflösen. Anschließend Zucker und Mehl hinzufügen und zu einem Vorteig glattrühren (ich empfehle einen Schneebesen). Den Vorteig 30 Minuten angehen lassen.
  • 1 Stück Paprika, 4 Zweige Petersilie, frisch
    Die übrigen Zutaten bereitstellen, abwiegen. Paprika und Petersilie waschen und trocken tupfen.

Die Zutaten vorbereiten

  • Die Paprika entkernen und in feine Würfel schneiden.
  • 1 Stück Zwiebel, rot, ½ Pkt. Vegane Speck-Alternative (z.B. ViveraSpeck¹)
    Rote Zwiebel sorgfältig schälen und fein würfeln. Den veganen Speck ebenfalls in feine Würfel hacken.
  • Eine längliche Backform für Brot mit Backpapier auskleiden. Ggf. anfeuchten damit das Backpapier besser in Position bleibt.
  • 400 g Weizenmehl¹ (Typ 405) oder Dinkelmehl¹ (Typ 630), 1 EL Italienische Kräutermischung¹, getrocknet, 1 TL Salz, 5 EL Olivenöl¹
    Nun den gegangenen Teig mit Olivenöl, Salz und Gewürzen mischen. Das restliche Öl dazu geben und mehrere Minuten zu einem geschmeidigen, feuchten Teig kneten, der nicht mehr klebt.

Den Teig zubereiten

  • Den Teig nun weitere 30 Minuten gehen lassen.
  • Wenn der Teig etwa das doppelte Volumen angenommen hat, noch einmal verkneten und weiterverarbeiten.
  • Dazu das Teigstück teilen. Die Hälften weiter teilen usw. bis ca. 32 Stückchen dabei rausgekommen sind. Diese bemehlen und einzeln zu sehr dünnen Fladen ausrollen (Referenzgröße: ca. die Größe einer Toastbrotscheibe, soweit möglich).

Das Brot zusammenstellen

  • 1 Glas/Becher Streichcreme „Toskana“¹ oder „Paprika-Chili“¹, 150 g Käsestreu¹, vegan, ½ Pkt. Vegane Speck-Alternative (z.B. ViveraSpeck¹), n. B. Salz, n. B. Schwarzer Pfeffer¹
    Die einzelnen Fladen mit der gewöhlten Streichcreme bestreichen. Nun einige wenige Paprika- und Zwiebelwürfel aufstreuen. Wenige vegane Speckwürfel und etwas Käse darüber streuen. Nach Wunsch leicht salzen und/oder pfeffern.
  • Die Fladen zuklappen und anschließend in der Kastenform aneinander stapeln. Sind zu kleine Fladen dabei, können diese bewusst so platziert werden, dass sie sich eine Brotschicht teilen (= eins links, eins rechts).
    Tipp: Beim Schichten ist es hilfreich, die Kastenform schräg an etwas gegen zu lehnen, damit die Fladen nicht umfallen.
  • Solange fortfahren, bis der Teig aufgebraucht ist. Zu kleine Teigstücke ggf. zusammenfassen zu einem. Sind Würfel übrig, gerne über das Brot streuen oder zwischen die Schichten drücken.

Backen und Servieren

  • Das Pizza-Zupfbrot bei den voreingestellten 180 °C Umluft für 45 Minuten knusprig durchbacken. Anschließend herausnehmen und warm servieren oder abkühlen lassen.
  • 4 Zweige Petersilie, frisch
    Sobald das Brot lauwarm ist, kann es mit etwas frischer Petersilie bestreut und nach Wunsch mit zusätzlicher Streichcreme serviert werden. Guten Appetit.
Keyword Brotsnack, Fingerfood Brot, Pizza Zupfbrot, Pizzabrot vegan, veganes Zupfbrot, Zupfbrot, Zupfbrot vegan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Rezeptbewertungen